Es war eine kurze Nacht, aber die Vorfreude auf ein paar Tage Auszeit im Süden ist hoch. Unser fahrendes zu Hause für die nächsten Tag ist schnell Start klar. Kaffeebecher auffüllen und los geht’s. An der Schweizer Grenze staut sich der Berufsverkehr etwas, aber sonst kommen wir bei herrlichem Regenwetter gut voran. Nach vier Stunden haben wir die südliche Seite des Gotthardtunnels erreicht und die Sonne begrüßt uns. Auf den Bergen liegt noch Schnee, aber unten im Tal sind es 12 Grad. Perfekt 🤩.







Wir sind gestern mit Blick auf die Sterne eingeschlafen und ich habe gehofft, dass wir morgens den Sonnenaufgang erleben können. Und tatsächlich bei den ersten Lichtstrahlen habe ich aus unserem Fenster geschaut und wir konnten den Sonnenaufgang aus dem Bett beobachten.
Was für ein einmaliger Stellplatz!
Gegen 8:00 Uhr sind wir aufgebrochen Richtung Monte Sant’Angelo. Die Fahrt dahin führt uns durch den Naturschutzpark: Laubwald, Moos und viele Kurven. Ein Parkplatz war schnell gefunden- zu dieser Jahreszeit kostenlos.
Der Parkplatz lag perfekt zur Wallfahrtskirche Sant Michael – der Legende nach erschien im Jahr 492 der Erzengel Michael den Hirten. Die Kirche liegt in einer Grotte. Nachdem wir Stufen hinab gestiegen sind, befanden wir uns Mitten in einer heiligen Messe. Höflich haben wir draußen gewartet, aber wurden fast genötigt einzutreten. Es war interessant und emotional die Messe zu verfolgen – allerdings haben wir wenig verstanden. Dennoch den Friedensgruß und Amen.
Anschließend haben wir noch ein wenig die Stadt erkundet. Eine kleinen lokalen Markt haben wir auch entdeckt. Es gab Rape (Stiehlkohl) zu kaufen, den ich so in Deutschland bisher noch nicht gesehen habe. Gibt es die nächsten Tage.
Gegen Mittag sind wir weitergefahren nach Bisceglie. Hier gibt es einen Campingplatz direkt am Meer, der auch im Winter auf hat.
Wir sind die Strandpromenade in die mittelalterliche Stadt gelaufen. In der Stadt war Nachmittags um 16:00 Uhr noch Siesta. Durch die engen Gassen zu schlendern war schön. Aber nicht mal eine Bar hatte auf. Also zurück an die Strandpromenade und eine kleinen Aperitivo in den letzten Sonnenstrahlen genießen.
In der Camperküche gibt es heute Burrata mit Tomaten vom Markt und Nudelauflauf von gestern.










Es hält uns nicht lange im Bett und so können wir uns früh auf nach Bari machen. Wir finden einen guten Parkplatz am Hafen und erkunden die Altstadt.
Viele enge kleine Gasse und leider auch gerade die Passagiere eines Kreuzfahrtschiffes. Dennoch ist es ein schöner Bummel inkl. eines kleinen Flohmarktes. In einer Gasse verkaufen die Frauen direkt aus ihren Küchen heraus selbstgemachte Orecchiette. Genau die haben mir noch gefehlt zum Cima di Rape, den wir gestern gekauft haben. Das wird ein Festessen heute Abend. Wir schauen einen Marionettenmacher etwas bei der Arbeit zu und nach einem Café geht es wieder zurück zum Parkplatz.






Wir fahren weiter in 60Km entfernte Alberobello, das bekannt ist für seine Trulli Häuser und damit auch bei der UNESCO eingetragen wurde.
Es ist Mittagszeit, aber so richtig an dem Ort bleiben wollen wir nicht. Also auf ans Meer.
Leider gibt es keine freien Stellplätze am Meer und die anderen haben während des Winters geschlossen. Frühestens im April wird wieder aufgemacht. Schade ☹️.
Letztendlich finden wir einen Platz in Otranto. Nicht schön, aber zweckmäßig und Fernblick aufs Meer. Wir erkunden noch ein wenig die Stadt, bevor wir das Abendessen zubereiten. Ich habe vergessen ein Foto zu machen, aber die Orecchiette mit Rape waren hervorragend.




Etwas versteckt und ganz ohne Schnickschnack liegt der kleine Camping Calla Batteria direkt an der felsigen Adriaküste bei Bisceglie. Hier findest du keine Animation, aber dafür:
und gute, ausgeschilderte Fahrradwege entlang der Küste.
Ideal für alle, die ein ruhiges Plätzchen mit Meerblick, Bewegung & mediterranem Flair suchen.
Ein Zwischenstopp in Loreto lohnt sich – und das nicht nur für Pilger. Die imposante Basilika vom Heiligen Haus (Santa Casa) thront über der Adriaküste und zählt zu den bedeutendsten Wallfahrtsorten Italiens.
Drinnen findest du die sagenumwobenen Mauern des Elternhauses Marias, kunstvoll umrahmt von Marmor und barocker Pracht. Der Platz davor lädt zum Verweilen ein – mit Weitblick bis ans Meer.
🎫 Informationen gibt’s hier: Basilika zum Heiligen Haus